iStockphoto Änderungen für 2010

iStockphoto start das neue Jahr mit etlichen neuen Änderungen. Der Microstock Gigant organisiert seine Bildsammlung neu, und zwar segmentiert auf unterschiedliche Zielgruppen.  Die Trennung zwischen “Exklusiven” und “Nicht-Exklusiven” Photographen wird schärfer, denn ab dem heutigen Tag sind ihre Bilder in nun unterschiedlichen  Angebote  gruppiert:

1) Bilder aus Nicht-Exklusiven Photographen:  bleiben preisgleich, mit ausnahmen von den XL- XXXL Grössen, die nun günstiger werden.

2) Bilder aus Exklusiven Photographen: sind jetzt teurer. z.B.  ”large” kostet jetzt 15 statt 10 credits, je nach grösse sind die Preissteigerung beträchtlich, zwischen 20 und 100%.

Also die Änderungen begünstig eindeutig die Exklusiven Photographen. Damit sollen möglichst viele Photographen überzeugt werden, nur noch für iStock zu arbeiten, wobei die Anzahl von Verkäufe um überhaupt “Exklusiv” zu werden von 250 auf 499 erhöht wurde. Die Hürden sind also höher.

Aber es ist nicht alles rosig für die “Exklusiven”, denn es wird  für alle schwerer wird den nächsten “Kanisterlevel” zu erreichen. Der “Kanisterlevel” hängt von der Gesamtanzahl von Verkäufe, sie sind vor allem für die “Exklusiven” wichtig, denn sie bekommen auch mehr pro Verkauf, je höher das “Kanisterlevel” ist.   Für die “Nicht-Exklusiven” ist es für den Fotografenanteil irrelevant, welche Kanisterlevel sie haben.

Darüberhinaus kündigt iStock an, es wird eine neue Bildsammlung geben (sie sagen aber nicht genau wann)  sowas wie eine “Exclusive Plus” für Bilder von ” Exklusiven” die zwar sehr gut sind, aber noch nicht gut genug um in die “créme de la créme” Sammlung aufgenommen zu werden: die Vetta Collection.

Es gibt aber auch gute Nachrichten für alle Fotografen, die Preise für Credits (Bildkäufer müssen “Credits” kaufen um damit Bilder zu erwerben) werden erhöht, und zwar zwischen 1,3 und 4,3 %.  Zumindest diese Nachricht dürfte für alle Photographen erfreulich sein.

Geld verdienen mit Microstock Agenturen: Reisebilder

Wie man aus diesem blog unschwer erkennen kann, auch ich arbeite gelegentlich mit sogenannten Microstock Agenturen. Dies fing eher als ein “Experiment” an (kommt sehr häufig vor, dass man sich langsam herantraut).  Bisher hatte ich auschliesslich mit sogenannten “Macrostock” Agenturen gearbeitet, besonders viel mit Alamy Images, die für mein Lieblingsbereich, die Reisefotografie, sich besonders eignet.

Trotzdem habe ich aus einer ganzen Serie von Bilder ein Paar in Microstockagenturen geschickt um zu sehen, was sich tut.

Nach ca anderthalb Jahren unregelmässige Lieferungen, kann man schon einige Ergebnisse sehen. Ich möchte hier einige Beispiele nennen:

glacier

Dieses Bild ist in etlichen “Lightboxes” scheint besonders beliebt zu sein.

Eines Tages hat mich sogar eine Marketingabteilung aus USA per Facebook ausfindig gemacht um zu fragen, ob ich noch eine höhere Auflösung des Bildes hätte (was ich leider nicht hatte, denn dieses Bild wurde mit einer 6MP Nikon D70 aufgenommen).  Zusammen mit Dreamstime hat dieses Bild bisher 260 $ an Microstock Einnahmen eingebracht, nicht schlecht, denn damit lässt sich prima die Paar Tage Hotel in Patagonien recht gut finanzieren. Je nach Reiseziel lässt sich theoretisch zumindest den Aufenthalt (und wenn man fleissig ist sogar den Flug) alleine mit den zugehörigen Bilder bezahlen.

Ein anderes Bild der gleichen Serie war längst nicht so erfolgreich

aber  trotzdem mit 40$ Erlöse kann sich sicherlich gut sehen lassen, beide Bilder also um die 300$

Ein kurzer Aufenthalt in Wien lieferte ein beliebtes Motiv, die Hofburg bei Nacht. Am Anfang zögerte ich etwas dieses Bild in Microstock anzubieten, aber es hat sich soweit

gelohnt, denn sie viennahat bisher fast 70$ an Lizenzen gebracht.  Ein anderes Bild aus Wien, ein typisches Wiener Kaffee war etwas bescheidener, aber mit 30$ ist vertretbar, ist schliesslich ein Bild was sehr einfach zu erstellen ist und wirklich nichts besonders.

Trotzdem kommt das Bild gut an und wird sie immer wieder verkauft, was für alle hier gezeigten Beispiele gilt, sie werden regelmässig besichtigt und auch geladen.

Für alle vier Beispiele wurden also Erlöse in  Höhe von rund 400$ bezahlt (bzw das ist der Fotografen Anteil, die Bilder waren viel teurer). Bei Alamy könnte man schon alleine mit einem einzigen Verkauf diesen Betrag verdienen, aber das braucht Zeit und auch dort wird mittlerweile  auch nur mit Wasser gekocht und viele Verkäufe liegen in 60-80$ Bereich. Also auch keine himmlische Summen.

Rückblickend kann ich mit gutem Gewissen behaupten, dass es doch keine schlechte Idee war einige von meinen Bilder in den genannten Agenturen anzuvertrauen (hauptsächlich iStock und Dreamstime), zwar sind die Einzelverkäufe niedrig, aber viele kleine Summen addieren sich am Ende zu doch vertretbaren Lizenzerlöse.  Und das in einem Bereich, was recht umkämpft ist,  da die Anzahl von mit hochwertigen SLR´s ausgestattenen Reisenden stetig zunimmt.

Alamy veröffentlicht Liste der “unverwünschten” Kameras

alamy-logoViele angehende Stockfotografen stellen sich die Frage: welche Kamera sollte man für Stockfotografie kaufen.  Das ist von Agentur zu Agentur unterschiedlich, einige veröffentlichen welche Kamera sie gerne hätten.  Andere Agenturen, wie jetzt Alamy Images geben eine Liste bekannt, welche Kamera sie nicht wollen.  Bei dieser englischer Agentur kommt noch erschwerend hinzu, dass die Bilder in der Regel hoch-interpoliert werden müssen, um ihre Qualitätsstandards (Filegrösse ab 48 MB) zu erfüllen.  Diese “schwarze Liste” kann hier eingesehen werden.

Kein Wunder, dass jede menge “point and shoot” cameras in der Liste genannt werden, vor allen jene, die nur JPG Bilder produzieren und kein RAW Format beherrschen.

Schade, meine gute alte Canon G5 ist in der Liste, obwohl ich etliche Bilder bei Alamy habe die mit dieser (immer noch sehr gute ) Kamera aufgenommen wurden.  Meine jetzige P&S Gerät, die Lumix LX2, ist aber nicht in der Schwarze Liste.  Da bin ich ja beruhigt (;-)

Da Alamy eine “Zero Tolerance” Policy hat, d.h. wenn in einem Batch ein Bild abgelehnt wird, ist automatisch die gesamte Lieferung (und möglicherweise alle Lieferung des Tages) abgelehnt. Insofern lohnt sich, einen genaueren Blick auf diese Liste zu werfen, bevor man sich bei denen als Fotograf bewirbt.

Yuri Arcurs veröffentlicht microstock Einkommensrechner

Der bekannte microstock Fotograf Yuri Arcurs hat mal wieder ein interessantes kostenloses Tool im Web gestellt. Es geht hier um “Projected Monthly Income Calculator”.

Yuri Arcurs Microstock Projected Monthly Income Calculator

Yuri Arcurs Microstock Projected Monthly Income Calculator

Der Rechner erstellt eine ungefähre (angeblich mit einer erstaunlichen Sicherheit von 2%) Projektion wieviel man mit Microstock am Ende des jeweiligen Monats verdienen wird, wenn man die Monatsverdienste bis dato eingibt, und zwar für etliche Microstock Agenturen.

Beispiel: Angenommen heute, den 2.9.2009 habe ich bis dato 10$ mit Micrsotock bei einer Agentur verdient.

Wenn ich diese 10$ im Rechner eingebe, rechnet das Tool ein Einkommen mit dieser Agentur am Monatsende von 144.55 $.

Das genaue Rechenverfahren wird von Yuri Arcurs nicht verraten, es wird nur soviel gesagt, dass das Tool das Kaufverhalten von typischen Microstockkäufer berücksichtigt, z.B. in der Urlaubszeit etwas weniger, bei beliebten Feiertagen ebenfalls usw.

Yuri´s vorletztes Tool, den “photo keywording tool” war bereits auf gute Resonanz bei der Fotografengemeinde gestossen.

Bleibt abzuwarten, was der beliebte Stockfotografer sonst noch erfindet.

Facebook, Twitter und Bildagenturen

Facebook

Momentan überschlagen sich die Bildagenturen mit ihren neuen “Social Communities” Tools. Dreamstime stellte vor kurzem ihren neue Facebook Anwendung, mit der Fotografen ihre letzten Aktivitäten bei der Agentur in den zugehörigen Facebook Wall veröffentlichen können.

Das Tool kann hier geladen werden. Voraussetzung ist natürlich, dass der Fotograf einen entsprechenden Facebook Profile hat.

Ist das Tool installiert, kann der Fotograf selbst bestimmen ob er:

  • Downloads
  • Bilderverkäufe
  • Uploads
  • Blog Einträge

In den jeweiligen Facebook Profil veröffentlichen kann oder nicht. So werden Facebook Freunde auf dem laufenden gehalten, was der Fotograf bei Dreamstime so tut . Etwas Werbung hat natürlich keinen geschadet.

Dreamstime ist auch bei Twitter aktiv, genau so wie anderen Agenturen auch. Hier kann man die Agenturen und bekannte Gesichter bei Twitter “folgen”.

Und wer mich folgen will, er kann es hier tun (meistens poste ich in Englischer Sprache)

Viel Spass!

Alex

Werden Ihre Bilder gefunden ? Qualität und Aktivität zahlen sich aus

Alle Bildagenturen müssen sich früher oder später mit der Frage befassen, wie sie die Positionierung ihre Suchergebnisse optimieren. Wenn ich z.B. in einer Suchmaske den Begriff “Business” eingebe, bekomme ich Hunderte von Bilder angezeigt. Der begehrteste Platz ist natürlich die erste Reihe, denn die wird statistisch gesehen am meisten geklickt. Also wird ein Fotograf, deren Bilder “weiter oben” erscheinen tendenziell mehr verkaufen als Fotografen deren Bilder eher am unteren Ende der Suchergebnisse stehen. Selbstverständlich werden  vermutlich Bildkäufer die Suchergebnisse untersuchen und weiterblättern, ansonsten würden sich nur die Bilder der ersten Seite gut verkaufen.

Also müssen sich die Betreiber von Bildagenturen ein “intelligentes” Schema ausdenken, wie sie ihre Suchergebnise optimieren. In der Regel werden sie uns dieses Geheimnis nicht verraten, denn dann könnten findige Fotografen auf die Idee kommen diese Logik zu unterlaufen. Einige Agenturen geben jedoch Hinweise, wie sie vorgehen.

Fangen wir mit der britischen Agentur Alamy Images an. Da diese Agentur über mehr als 9 Millionen Bilder verfügt, muss die Positionierung unbedingt optimiert werden. Alamy erfand den sogenannten “AlamyRank(c)“.  Der genaue Algorithmus ist nicht bekannt, aber die Logik wird von Alamy selbst in groben Zügen erklärt.

Bei Alamy kann ein Fotograf beliebig viele Pseudonyme anlegen, unter denen er seine Bilder anbietet. Das kann man z.B. nutzen, um thematisch ähnliche Bilder zu gruppieren. Z.B. “John Woodwoords Nature Imaging” und “John Woodwoords People Photography”.

Alamy merkt sich genau, was der potentielle Bildkäufer macht, nachdem er ein Begriff eingegeben hat. Klickt er ein Bild an um sie zu “zoomen”, wird das genauesten registriert. Kauft er das Bild auch noch, bekommt der jeweilige Pseudonym under dem das Bild steht einen höheren “AlamyRank (C) “. Nächstes Mal wird dieses Bild “höher” bei den Suchergbenissen erscheinen.  Allerdings wird ebenfalls berücksichtigt, wie beliebt die sonstigen Bilder unter den gleichen Pseudonym sind. Hat ein Fotograf ein Topseller unter tausend anderen mittelmässigen Bilder, “verwäscht” sich sein AlamyRank entsprechend.  Hat er stattdessen ein Pseudonym mit wenigen, aber dafür verkaufstarke Bilder, wird sein Rank höher.

Nun schauen wir uns mal die Micros mal an, wie sie ihre Fotografen möglicherweise höher oder niedriger bewerten. Bei der Microstockwelt gibt es in der Regel nur ein einziger Username, also die Bewertung hängt am Fotograf und nicht am pseudonym wie beim Alamy.  Leider veröffentlichen aus den hier genannten Gründen die Agenturen ihre Kriterien nicht, also kann man nur spekulieren, welche Aspekten sie berücksichtigen. Aus Erzählungen in öffentlichen Foren konnte ich bisher folgende Kriterien identifizieren:

  • Akzeptanzrate
  • Uploadrate pro Monat
  • Teilnahme an Foren
  • Verkäufe
  • Exklusiv/nicht exklusiv

Bei Shutterstock z.B. können Verkäufe einfach angekurbelt werden, in dem man regelmässige Bilder hochlädt. Schon die Tatsache, dass der Fotograf aktiv ist scheint ihm eine bessere Stellung zu geben.  Das gleiche Verhalten habe ich bei Dreamstime beobachtet, aber nicht so stark wie beim Shutter.  Bei iStock soll die rege Teilnahme an internen Foren verkaufsförderlich sein, da ich aber selten mich dort blicken lasse, kann ich es nicht bestätigen. Aber eventuell haben Sie andere Erfahrungen gemacht ? Welche Aspekten könnten die Positionierung der Suchergebnise beeinflussen ? Kommentieren Sie ruhig (;-)

lookstat.com: Wie gut verkauft sich ein Bild über mehrere Agenturen hinweg?

Diese einfache Frage hat leider keine einfache antwort. Zwar kann der Fotografer so gut organisiert sein wie er will, die Agenturen vergeben leider ihre eigenen Bildnamen, so dass aus einem Bild plötzlich N-verschiedene Namen / ID´s zusammenkommen. Das fängt schon bei den Bestätigungs e-mail der Agenturen an:

Wenn ich das Bild Namens “Mein-Super-Bild-Aus-Rom-Italien.JPG” zu einer Agentur schicke und sie auch akzeptiert wird, bekomme ich ein Mail mit dem Text: “Your Image 7324-schlagmichtod has been accepted”. Woher weiss ich, welches Bild das ist ?

Ähnliches passiert, wenn man den Verdienst pro Bild über mehrere Agenturen hinweg ermitteln will. Da bleibt dem armen ambitionierten Stockfotografer nichts anders übrig, als das Bild in jeder Agentur manuell aufrufen, ein Excel führen und damit eigene Statistiken zu erstellen (als man dazu noch Zeit hätte). Eigentlich könnte man doch in Zeiten des Internet 2.0  /webservices/unbegrenzten-daten-austausch-5.0 diese einfache Tätigkeit automatisieren und den Computer für sich arbeiten lassen oder ?

Diese Idee hatten auch die Gründer von Lookstat.com und bieten genau diesen Service in web an.  Nach der kostenlosen Anmeldung schaut das schlaue system selbständig nach ihren Bilder, führt zusammen was zusammen gehört und addiert alle Erlöse zusammen. Damit bekommt man, was man schon immer haben wollte: eine Aufstellung der Erlösen pro Bild über mehrere Agenturen hinweg.

lookstat.comDas wäre in der Tat  zu schön, um wahr zu sein. Also hat die Sache einen Hacken: die Anzahl der “Agenturen” ist momentan auf zwei begrenzt: iStock und Dreamstime.com.  Mit den anderen ist man in Verhandlungen.

Eigentlich verständlich, dass die Agenturen nicht allzugrosses Interesse haben, den  elektronischen Spion durch ihre heiligen Toren zu durchzulassen. Schliesslich kostet Bandbreite und erzeugt ein flaues gefühl, wenn irgend ein bot sich Daten aus dem System “aussaugt”. Shutterstock zum Beispiel hat einen dicken Riegel vorgeschoben, selbst die Fotografen müssen den kleinen Idiotentest (Schrift Erkennen) über sich ergehen lassen, jedesmal wenn sie in ihr Account wollen.  Wir müssen leider draussen bleiben, heiss dann für die kleinen bots-automaten.

Aber auch die Fotografen sind nicht immer  von der Idee begeistert, ihre Login Daten einer privaten Firma Preis zu geben. Wer weiss, was die Firma später damit macht. Dann kann man natürlich sich getrost an die zuständigen Gerichte des Staats Washington wenden,  die werden einem sicherlich schnell und unbürokratisch helfen, vorausgesetzt man kann den nicht allzugünstigen amerikanischen Anwalt zahlen. Aber spass bei Seite:

Wenn man hauptsächlich mit iStockphoto und Dreamstime zusammenarbeitet, nicht viel Wert  auf Datenschutz liegt und sich die Arbeit des mühsamen analysieren entledigen muss, für den ist Lookstats.com ein Versuch wert.
Nachtrag Juli 2009 Ich habe die Seite getestet, bekam eine konsolidiertes Bild von meinem Portfolios in Dreamstime und iStock. Leider waren die Zahlen grottenfalsch. Support hat schnell und freundlich reagiert, anscheinend ein Bug bei der Initialisierung.  Es wurde mittlerweile gelöst und das Report stimmt.

Andersen Ross über RM/RF/Micro und die Zukunft des Marktes für Stockbilder

Andersen Ross ist ein amerikanischer Fotograf mit mehr als 20 Jahre Erfahrung in dieser Branche. Während der PACA (Picture Archive Council of America) Conference on Stock Photography in März 2009 gab er eine denkwürdige Vorstellung, wobei er seine eigenen Arbeiten (hauptsächlich für Getty, aber auch für Micros) gezeigt hat samt Beispielbilder mit den dazugehörigen Einnahmen, sowie eine sehr gute Analyse des Marktes für Stockbilder. Die presentation ist in Englischer Sprache und etwas lang, aber es lohnt sich:

2009 PACA (Picture Archive Council of America) Conference on Stock Photography. Das Video kann hier aufgerufen werden.

Der Tod einer Diva: das Ende des Kodachrome 64

kodachrome 64Jüngere Fotografen werden wohl nicht wissen, worum es hier geht. Es gab einmal, in der fernen Welt der analogen Fotografie sowas wie ein Star unter den Filmen. Sein Name war Kodak Kodachrome 64 Es war die Zeiten von den kleinen gelben Kisten mit kostbaren Inhalt. Sogar ein Umschlag für die Entwicklung (länglich, gelb und mit einem Clipverschluss) Man schickte den belichteten Film per Post und bekam etwa 10 Tage später brillante, farbige Dias. Solche Exemplare gibt es millionenfach noch in Museen und private Haushalte.

Die Feinkörnigkeit und Farbwiedergabe waren für damalige Zeit hervorragend, deswegen sind ganze Bildbände mit Hilfe des kleinen gelben Winzling fotografiert worden.
Technisch gesehen war es nicht einmal ein “richtiger” Farbfilm, denn seine Seele war noch Schwarz/Weiss.

Mit ISO 64 zu fotografieren erforderte eine ruhigen Hand, sonniges Wetters oder einen guten Stativ. Aber die Ergebnisse entschädigten dem Fotografen für die Mühen während der Aufnahme.

Solange man diesen Film nicht scannen musste, war es hervorragend. Mein Nikon Scanner hat noch ein extra Modus “Kodachrome”.

Verständlich, dass Kodak mittlerweile die Produktion eingestellt hat. Ein Stuck mehr analoge Fotografie geht damit unwiederbringlich verloren.

Wer seine Kodachrome 64 Kunstwerke ausstellen wird, quasi zum Nachruf, kann es hier tun.

“ the losing of Kodachrome is like losing the memory of our mental landscapes, - and for the generation of babyboomers - the memory of the still brilliant colors of our childhood. Christophe Neff Grünstadt”

“Crème de la Crème” bei iStock: die Vetta Collection

iStockphoto zeigt es nocheinmal, dass ihnen  wohl nicht an innovative Ideen mangelt. Sie enthält ausgewählte Arbeiten von den besten Fotografen der Agentur (zumindest die besten unter den “exclusives”.  Die Preise für diese Bilder fangen fangen ab 20$ für das kleinste Webformat und gehen bis 70$ für die “XXXL”. Das Wort “microstock” relativiert sich damit von selbst.

Die Preisspanne zwischen “Micro” und “Macro” nähert sich immer mehr.  Istock möchte dieses Jahr von 200 Millionen Dollar verdienen. Zum Vergleich, die Agentur verdiente in 2007 noch 71.9 Millionen Dollar. Also wer noch von einem “saturierten Markt” spricht, wird eines Besseren gelehrt.

Mehr Infos (in Englisch) bei der Agentur oder bei MicrostockDiaries